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Formen von Blasenschwäche und Inkontinenz

In der Schweiz sind etwa eine halbe Million Menschen von verschiedenen Formen der Blasenschwäche und Inkontinenz betroffen. Hier finden Sie eine Liste mit den häufigsten Formen.

Belastungsinkontinenz

Unwillkürlicher Verlust von kleinen Urinmengen, z.B. bei Lachen, Husten, Niesen, körperlicher Betätigung als Folge einer erschlafften Beckenbodenmuskulatur

Ursachen: Operationen, Geburten, Nervenschädigungen, Verlagerung von Blase und Harnröhre (Blasensenkung, Beckenbodenschwäche), hormonelle Veränderungen in den Wechseljahren.

Dranginkontinenz

Plötzlicher, heftiger Harndrang und unkontrollierter, unfreiwilliger Urinabgang

Ursachen: Entzündliche Erkrankungen, Mechanische Reize (Steine, Tumor, Prostata-Vergrösserung), Blasenreizung durch Erkrankung der Nachbarorgane, Multiple Sklerose, Morbus Parkinson, Morbus Alzheimer, Hirntumor, Schlaganfall.

Reflexinkontinenz

Unwillkürlicher Harnverlust mit Bildung von Restharnmengen. Der Druck in der Blase übersteigt den Druck in der Harnröhre durch passive Überdehnung der Blasenwand.

Ursachen: Mechanische Abflusstörung, z.B. Prostata, Tumor, Steine.